von bePetXpert

Ausnahmsweise geht es hier einmal nicht direkt ums Training – aber um die Voraussetzungen dafür! Denn um zu entscheiden, welches Medical Training für dich und dein Tier auch für Notfälle sinnvoll ist, musst du zunächst einmal gut über Erste Hilfe am Hund Bescheid wissen.

Mehr als Körperpflege

Unter „Medical Training“ verstehen wir meistens, dass der Hund bestimmte Pflegemaßnahmen und Untersuchungen möglichst entspannt und angstfrei mitmacht. Ich weiß, wie langwierig das sein kann – Aufbau der gesamten Körperpflege bei einem Pferd von null („Das ist eine Bürste, einundzwanzig, Click-Keks-Bürsteweg!“) bis zu Blutabnahme und Spritze geben lassen inklusive. Ja, das hat eine Weile gedauert … sich aber sehr gelohnt.

Bürsten, in die Ohren gucken, Blut abnehmen, Fieber messen – dass wir das brauchen werden und trainieren sollten, ist uns klar. Aber wüsstest du, wie du den Puls deines Hundes misst? Welche Körpertemperatur er normalerweise hat, welche Atemfrequenz in Ruhe? Diese Normwerte für dein Tier zu kennen, ist ebenso wichtig wie das Blutbild von vor zwei Jahren nachschauen zu können. Von Notfällen ganz abgesehen, denn da gilt einer meiner Lieblingssprüche erst recht!

In der Situation is blöd

Wenn deinem Hund etwas passiert oder er akut erkrankt ist, seid ihr wahrscheinlich beide gestresst. Dein Hund hat vielleicht Schmerzen und du Angst um ihn. Wenn dir jetzt auch nur einfällt, wie das mit dem Pulsmessen ging, bist du schon ganz gut. Noch viel besser wäre natürlich: Du hast es so oft geübt, dass du und dein Hund das auch in dieser Situation packt. Und idealerweise weißt sogar, wie viel höher das ist als sein Ruhepuls!

Was im Notfall nötig sein wird? Tja, man wird nie alles, alles trainieren können. Aber ein paar grundsätzliche Vitalwerte messen und Erste-Hilfe-Maßnahmen vornehmen können, ohne den Hund zusätzlich fürchterlich zu stressen, wäre schon gut! Es gibt viele geeignete, gewaltfreie Kurse zum Medical Training. In diesem Kurs geht es eher um das Was als um das Wie!

Was sollte ich wissen?

Was tue ich bei einem Unfall mit einem Wildtier? Was darf ich überhaupt tun!? Und bei einem verletzten, fremden Haustier? Wie ist die rechtliche Lage, an wen kann ich mich wenden? Sich auch in diesen Fragen sicher zu fühlen, ist wichtig, denn bestürzt und erschrocken sollte man sich das nicht erst zusammenreimen müssen.

Dann geht es um die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen. Puls, Atmung, Temperatur direkt nach dem Vorfall zu messen, kann später auch der Tierärztin die Diagnostik erleichtern. Wann muss ich sofort in die Praxis – oder gar in die Tierklinik? Wer die wichtigsten Vitalwerte messen und interpretieren kann, auch im großen Schreck, kann das leichter entscheiden. Behandelt werden Unfälle, Vergiftungen und die häufigsten (schweren akuten) Erkrankungen.

Was sollte ich können?

Zu den Maßnahmen am Hund gibt es jeweils eine ausführliche Beschreibung und Videos, die dir ganz genau zeigen, wie das geht: Puls fühlen, Blutung stillen, Verband anlegen, Atemwege frei machen … zum Üben! Denn Wissen nützt vor allem im gestressten Zustand am meisten, wenn man es ausreichend praktisch geübt hat, bis man sich einigermaßen sicher fühlt.

Aber auch, wenn du und dein Tier mit dem Medical Training noch nicht soweit seid, dass alles locker klappt: Schon Grundwissen stärkt unseren Mut, im Notfall zu handeln. Wie lange ist dein Erste-Hilfe-Kurs in der Fahrschule her? Paar Jährchen? Trotzdem wüsstest du noch ungefähr, wie die stabile Seitenlage aussieht und wie eine Herzdruckmassage geht. Jedenfalls soweit, dass du dich hoffentlich zu helfen traust, statt völlig kopflos daneben zu stehen und – nichts zu tun.

Was sollte dein Hund können?

Wenn auch deinem Hund die wichtigsten Handgriffe etwa zum Pulsmessen vertraut sind und ihm keine Angst machen, kann das im Notfall ein großer Vorteil sein. Zumindest kann eure gemeinsame Routine hoffentlich dafür sorgen, dass du ihn mit notwendigen Berührungen etc. nicht zusätzlich stresst.

In diesem Kurs lernst du, welche Informationen über den Zustand des Hundes du wie erhältst: Kreislauf, Atmung, Wasserhaushalt und so weiter. Ganz viel davon kannst du einfach schon mit deinem Hund üben! Natürlich keine Herzdruckmassage … Aber man kann schon beim Anlegen oder Wechseln von Verbänden zu Hause einiges richtig machen. Damit man die Heilung nicht noch erschwert oder gar Entzündungen u.ä. riskiert!

„Stillhalten üben“ allein reicht dafür meist nicht. In den Videos des Kurses siehst du genau, welche Manipulationen notwendig sind, und kannst so gezielter mit deinem Hund üben.

Für wen ist dieser Kurs?

Idealerweise sollte sich jede:r Tierhalter:in mit den wichtigsten Notfall-Maßnahmen auskennen – das dient vor allem dem Schutz des eigenen Tieres. Für Hundetrainer:innen und alle, die mit Arbeits- und Sporthunden zu tun haben, müsste das eigentlich Pflicht sein!

Natürlich tun wir alles, um Verletzungen zu vermeiden, aber es wird irgendwann etwas passieren. Ob sich der Pudel an der Hürde verspringt oder der Galgo mit den Daumenkrallen bremst … Da möchte ich als Trainerin nicht vor Schreck erstarrt daneben stehen, sondern handlungsfähig sein.

Was der Kurs, wie schon erwähnt, nicht bietet: Medical Training. Zum kleinschrittigen Training mit dem Hund gibt es viele empfehlenswerte Kurse und Bücher! Wenn du selbst einen solchen Kurs anbietest, ist dieser Erste-Hilfe-Online-Kurs auch eine sinnvolle Ergänzung für deine Teilnehmer:innen, was Routine für Notfälle angeht.

Was ist enthalten?

Der professionelle Online-Kurs wurde selbstverständlich von Tierärzten entwickelt. Er steht dir nach dem Kauf zeitlich unbegrenzt auf der Plattform zur Verfügung.

30 verschiedene Notfallsituationen werden einzeln sehr gut verständlich erklärt und die entsprechenden Maßnahmen vorgestellt. Zusätzlich gibt es eine Lernkontrolle für dich, Checklisten und Tabellen zum Herunterladen.

Das Videomaterial umfasst insgesamt ca. 2 Stunden, verteilt auf die einzelnen Abschnitte. So bist du immer direkt „im Thema“ statt überfordert von zu viel Material auf einmal. Ich fand den Aufbau sehr gut und motivierend. „Häppchenweise“ ist schließlich auch ein anderes Wort für „kleinschrittig“!


Hier kommst du zum Kurs! *

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Foto © Bruno Massao, Pexels